Weine aus Burgund

Es gibt wohl kein komplizierteres Appellations-System in Frankreich als dasjenige des Burgunds. Für den ungeübten Weingeniesser Verwirrung pur, für die Burgunder-Fans mystische Faszination und Inbegriff für die grossartigsten Weine dieser Welt.

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Während im Bordeaux die Weine in aller Regel aus mehreren Rebsorten bestehen, sind Burgunder-Weine in den allermeisten Fällen reinsortig. Die Regel ist simpel: Rotweine bestehen aus Pinot Noir (selten und in einfacheren Qualitäten im Verschnitt mit Gamay), Weissweine bestehen aus Chardonnay (selten und in einfacheren Qualitäten auch Aligoté).

Das Burgund erstreckt sich von der Stadt Dijon im Norden rund 50 Kilometer nach Süden und verfügt insgesamt über rund 24‘000 Hektar Rebfläche. Betrachtet man die Rotweine, teilen sich diese Reblagen grob in fünf Gebiete auf.

Zwischen Nuits-Saint-Georges und Dijon liegt die Côte de Nuits, welche für ihre kräftigen, strukturierten und langlebigen Wein bekannt ist. Südlich der Côte de Nuits liegt die Côte de Beaune, welche kurz vor Beaune im Norden beginnt und sich nach Süden bis Chalon-sur-Saône ausstreckt. Die Weine der Côte de Beaune sind bekannt für ihre in der Regel feine, weiche Art. Noch etwas weiter südlich folgen dann die Côte Chalonnaise sowie das Mâconnais, zwei weniger renommierte Zonen, in welchen man aber hervorragende Weine findet, gerade was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht. Und ganz im Norden, schon fast an der Grenze zur Champagne, befindet sich das Gebiet Chablis, welches für seine mineralisch geprägten Chardonnay-Weine berühmt ist.

Die Römer und später die Zisterziensermönche haben diese vier Weinbaugebiete in viele kleine Klimazonen (heute Herkunftsbezeichnungen  / Appellationen) unterteilt. Somit unterscheiden sich die Weine des Burgund nicht durch ihre Rebsorte sondern durch die spezifischen Lagen und Terroirs, auf welchen die Rebstöcke gedeihen sowie durch die Art und Weise, wie der Winzer mit diesen von der Natur geschaffenen Gegebenheiten umgeht.

Dem französischen Erbschaftsgesetz sei schliesslich Dank, dass viele dieser Lagen wiederum auf unterschiedliche Besitzer aufgeteilt sind, welche im Durchschnitt lediglich 5 Hektar Rebland besitzen und so pro Lage oft nur ein paar wenige Rebzeilen besitzen. Ein gutes Beispiel für diese Komplexität ist der Clos de Vougeot. Dieser ist mit 50 Hektar zwar die grösste Grand Cru Lage des Burgund, doch nicht weniger als 80 verschiedene Winzerfamilien besitzen einige Rebzeilen im Clos Vougeot, was im Durchschnitt pro Winzer eine Anbaufläche von lediglich 6 Aren ergibt.