Der Name Batailley ist untrennbar mit dem Hundertjährigen Krieg verbunden. Im Jahr 1453, nahe dem benachbarten Château Latour, fügten die französischen Truppen den Engländern eine entscheidende Niederlage zu, die ihrer jahrhundertelangen Herrschaft über das Guyenne ein Ende setzte. Dieser historisch bedeutsame Ort erhielt fortan den Namen Batailley — von « bataille » (Schlacht) —, lange bevor der Weinbau ihn zu einem vinophilen Wallfahrtsort machte.
Die ersten Reben wurden im 17. Jahrhundert auf diesem historischen Boden gepflanzt. Das Weingut schrieb moderne Geschichte, als das Handelshaus Barton & Guestier es 1816 erwarb. Die Partner erweiterten den Weinberg, modernisierten die Anlagen und beauftragten Barillet-Deschamps — Landschaftsarchitekt Napoleons III. — mit der Gestaltung des Parks, der das klassische médocainische Herrenhaus noch heute umgibt.
1849 übernahmen die Nachkommen von Daniel Guestier das Weingut, sechs Jahre vor seiner Einstufung als 5. Grand Cru Classé. Die Liegenschaft wechselte im 19. Jahrhundert mehrmals den Besitzer, bevor die Familie Halphen die Verwaltung den Brüdern Francis und Marcel Borie im Jahr 1932 anvertraute. Bei einer Erbteilung in den 1940er-Jahren wurde das Gut aufgeteilt: Marcel Borie behielt Batailley, während Haut-Batailley entstand.
Seit 1961 ist es die Familie Castéja — an der Spitze des Handelshauses Borie-Manoux —, die das Erbe fortführt. Philippe Castéja leitete ab den 2000er-Jahren eine bemerkenswerte Qualitätssteigerung ein: Er führte einen Zweitwein (Lions de Batailley) und einen Drittwein (Pauillac de Batailley) ein, um die Quintessenz des Terroirs im Grand Vin zu konzentrieren.
- 1453 Schlacht auf den Weinbergen von Pauillac: Die Franzosen nehmen Château Latour von den Engländern zurück. Das Gut erhält den Namen « Batailley ».
- 17. Jh. Erste Rebanpflanzungen auf dem Plateau von Bages.
- 1816 Erwerb durch das Handelshaus Barton & Guestier. Erweiterung des Weinbergs in Richtung Grand-Puy Lacoste und Lynch-Bages.
- 1850 Barillet-Deschamps, Landschaftsarchitekt Napoleons III., gestaltet den Schlosspark.
- 1855 Einstufung als 5. Grand Cru Classé anlässlich der Weltausstellung in Paris.
- 1932 Die Brüder Francis und Marcel Borie übernehmen die Verwaltung für die Familie Halphen.
- 1942 Erbteilung: Gründung von Haut-Batailley. Marcel Borie behält Batailley.
- 1961 Denise Borie erbt das Château; ihr Mann Émile Castéja übernimmt die Leitung für vierzig Jahre.
- 2000er Philippe Castéja tritt die Nachfolge an und leitet eine Qualitätssteigerung mit Önologe Denis Dubourdieu ein.
- 2015 Einführung des Lions de Batailley (Zweitwein) und des Pauillac de Batailley (Drittwein) aus den jüngsten Rebparzellen.

