Die Weine aus der Provence werden in drei Kategorien eingeteilt: Côtes de Provence (73%), Coteaux d'Aix-en-Provence (17%) und Coteaux varois (10%). 89% der hier produzierten Gewächse sind Roséweine, deren Trauben aus Weinbergen stammen, die sich über die Departements Var, Bouches-du-Rhône und Alpes-Maritimes erstrecken.

Eigentlich kann man sagen, dass der Ursprung des Weins rosé war, denn schon vor 2'600 Jahren wurde in der Provence hauptsächlich Rosé produziert und auch die Griechen (genauer gesagt die Phokäer) importierten «klaren Wein» in die Gegenden rund ums Mittelmeer sowie nach Marseille. Dieser «klare Wein» entstand, weil man während der Weinherstellung auf die Mazeration verzichtete, welche dem Wein sonst seine rote Farbe verleiht.

Die Provence-Weinberge sind einzigartig auf der Welt, denn sie liegen zwischen dem Mittelmeer und den Alpen, profitieren dabei einerseits von sehr viel Sonne, werden andererseits durch die trockenen Winde kühl gehalten. Der Boden ist in den nördlichen Anbaugebieten, wo viele Garrique-Sträucher die Landschaft dominieren, kalkhaltiger, während er im Süden, wo Maquis-Buschwälder die Oberhand gewinnen, kristalliner ist. Diese beiden Vegetationsarten bieten den Reben keinen humusreichen und feuchten Boden, sondern karge, perfekt entwässerte Untergründe, in denen sie tief Wurzeln schlagen müssen.

Es gibt in der Provence zahlreiche Rebsorten und mehr als ein Dutzend davon können in vielen Assemblagen eingesetzt werden. Gewisse Sorten sind aber spezifisch für ihre Appellationen bestimmt. Die bekanntesten roten Rebsorten sind Grenache, Cinsault, Mourvèdre, Syrah und Carignan.

Bandol gilt als eine der besten AOCs der Provence. Hier entstehen neben Roséweinen auch kraftvolle und exklusive Rotweine. Im Dorf La Cadière d'Azur erstrecken sich die Weinberge so weit, dass das sich das Auge in der Ferne verliert.

Roséweine aus der Provence sind perfekte Begleiter für gemütliche Sommerabende mit Freunden. Sie sind bekannt für ihre Leichtigkeit, Frische und Fruchtigkeit. Oft findet man in ihnen Aromen von Pomelo, Pfirsich, Melone, Mango, Mandarine und Johannisbeere. Die Rosé-Mengen haben sich während den letzten 25 Jahren verdreifacht. In Frankreich ist heute 1 von 3 verkauften Flaschen ein Roséwein. Weltweit wird die Zahl der Rosé-Trinker auf 36 Millionen Menschen geschätzt. In Verbindung mit Fusionsküche, die sich frei von komplexen und strengen, kulinarischen Vorschriften bewegt, zeigen «Rosé de Provence» Weine ihre wahren Stärken. Sei es zu einem Hummersalat, zu Kalbskoteletten mit Haselnusskruste, einer Ziegenkäse-Terrine oder aber zu rohen Jakobsmuscheln - Probieren geht über Studieren.

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