Bioweine

Der Begriff Bio-Wein deckt ein sehr breites Feld ab. Sowohl Weine aus kontrolliertem biologischem Anbau, Naturweine aber auch biodynamisch kultivierte und vinifizierte Weine werden als Bio-Wein bezeichnet.

Zunächst muss betont werden, dass früher jeder Wein biologisch war. Dies aus dem einfachen Grund, dass chemische Moleküle, Düngemittel und Pestizide nicht eingesetzt wurden, weil diese noch gar nicht erfunden worden sind! Erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts sind Düngemittel und chemische Behandlungen in der konventionellen Landwirtschaft vielerorts zum Standard geworden. Nachdem man sich der negativen Konsequenzen dieser Chemie-Exzesse bewusst geworden ist, wurde Mitte der 70er Jahre eine Rückwärtsbewegung eingeläutet, welche das Ziel hatte, zu einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Landwirtschaft zurückzukehren. In den 90er Jahren begann eine wachsende Zahl von Winzern mehr und mehr einen ökologischen Weinbau zu verfolgen. Selbst diejenigen, welche keine Bio-Zertifizierung anstrebten, realisierten die Notwendigkeit eines rücksichtsvollen Umgangs mit der Umwelt. So entstand der Ansatz einer nachhaltig orientierten Landwirtschaft, welche den Einsatz von Düngemitteln, Fungiziden oder Pestiziden möglichst gering zu halten versucht.


Bio Weine

In der ökologischen Landwirtschaft wird der Boden als eine lebendige und dynamische Umgebung betrachtet in welcher Flora und Fauna interagieren. Rechtlich gesehen verbietet der ökologische Weinbau den Einsatz von synthetischen Chemikalien. Natürliche Produkte wie Kupfer, Natriumnitrat oder Kaliumchlorid sind dagegen im Bio-Weinbau erlaubt. Der Bio-Weinbauer setzt alles daran, die mikrobielle Aktivität seiner Böden über Kompost zu erhöhen, anstatt dass er den Böden Chemikalien zugefügt. Egal ob Rot- oder Weisswein, es ist nicht damit getan, dass die Trauben aus kontrolliertem biologischem Anbau stammen. Ein Bio-Wein wird meistens auch biologisch gekeltert. So kommen zum Beispiel oft während der Weinbereitung statt Kunsthefen natürliche, wilde Hefen zum Einsatz. Die Zugabe von Schwefel respektive SO2, welches anti-oxidativ und anti-bakteriell wirkt, ist im Bio-Weinbau zwar nicht verboten, doch neigen viele Bio-Winzer dazu, die Verwendung dieser Substanzen bestmöglich zu beschränken.


Biodynamische Weine

Die Biodynamik (oder biologisch-dynamische Landwirtschaft) richtet sich nach den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft, kombiniert diese aber zusätzlich mit den Theorien von Rudolf Steiner. Steiner war ein österreichischer Anthroposoph der kurz vor seinem Tod im Jahre 1924 eine Reihe von Vorträgen zu diesem Thema machte. Während diesen Konferenzen legte er die Grundlage für eine Landwirtschaft, welche sich an kosmischen Zyklen orientiert. Die Basis der Biodynamik sind pflanzliche Mineralstoffpräparate, welche die landwirtschaftliche Kultivierung, die im Einklang mit dem Mondzyklus abläuft, anreichern.


Naturweine

Naturweine wiederum sind Bio-Weine, denen weder bei der Gärung noch bei der Abfüllung SO2 zugesetzt wird. Solche Naturweine weisen darum eine deutlich höhere Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen während des Transports respektive während der Lagerung auf. Sie sind weit weiter weniger stabil als mit SO2 behandelte Weine und fallen darum öfters als andere Bio-Weine durch Qualitätsprobleme bei der Verkostung auf.

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