Die Geschichte von Rauzan-Ségla beginnt 1661, als Pierre de Rauzan, Berater des Parlaments von Bordeaux, ein grosses Weingut auf den besten Kiesböden von Margaux anlegt. Als feiner Kenner und Netzwerker baut er rasch den Ruf seines Gutes auf, das bereits im 18. Jahrhundert als einer der besten Crus der Region erwähnt wird. Sein Sohn erbt das Gesamte — eines der ersten Beispiele patrimonialischer Verwaltung eines grossen Bordelaiser Weinbergs.
1763, nach dem Tod des Sohnes von Rauzan, wird das Gut unter seinen Erben aufgeteilt. Ein Teil geht an den Herrn von Gassies — daraus wird Rauzan-Gassies —, der andere an den Baron von Ségla — daraus wird Rauzan-Ségla. 1855, bei der Klassifikation von Napoleon III., wird Rauzan-Ségla an die Spitze der 2. Grands Crus Classés gesetzt, direkt hinter Mouton Rothschild (damals noch 2. Cru). Eine Auszeichnung, die ein aussergewöhnliches Terroir und einen über mehrere Generationen aufgebauten Ruf bestätigt.
Après plusieurs changements de propriétaires au XXe siècle — dont la famille Cruse et le négociant John Holt & Co de Liverpool —, le château traverse une période difficile. Le tournant décisif arrive en 1994 : la maison Chanel rachète Rauzan-Ségla et engage aussitôt un ambitieux programme de renaissance. Restructuration du vignoble, rénovation complète du chai, construction de cuves tronconiques, sélection parcellaire rigoureuse — tout est mis en œuvre pour retrouver le rang de grand vin de Margaux.
Unter der Leitung von John Kolasa zuerst, dann von Nicolas Audebert seit 2014, setzt das Château seinen qualitativen Aufstieg fort. Audebert — zurückgekehrt aus Argentinien und vom Cheval des Andes (LVMH) — beschleunigt den Umweltansatz: HVE seit 2020, biologische und biodynamische Erkundung auf Testparzellen, vollständige BIO-Zertifizierung seit 2024. Rauzan-Ségla produziert heute einen der konstantesten und bewundertsten Margaux der Appellation, mit Bewertungen bis 97–98 Pkt. auf den besten Jahrgängen. Die Maison Chanel besitzt auch Château Canon, 1. Grand Cru Classé B von Saint-Émilion.
- 1661 Pierre de Rauzan, Berater des Parlaments von Bordeaux, gründet das Weingut auf den besten Kiesböden von Margaux. Geburt eines Weinbergs, der die Jahrhunderte überdauern wird.
- 1763 Aufteilung des Guts nach dem Tod des Erben: Geburt von Rauzan-Ségla (Baron von Ségla) und Rauzan-Gassies (Herr von Gassies), zwei eigenständige Crus.
- 1855 Einstufung als 2. Grand Cru Classé anlässlich der Weltausstellung in Paris unter Napoleon III. — an der Spitze der Zweiten Crus von Margaux.
- 1903 Frédéric Cruse erbt das Weingut von seinem Schwiegervater Durand-Dassier. Die Familie Cruse, renommierte Bordelaiser Händler, führt es mehrere Jahrzehnte.
- 1960 Verkauf an die Firma John Holt & Co (Liverpool), assoziiert mit dem Händler Eschenhauer. Schrittweise Modernisierung, das Gut findet wieder zu regelmässiger Qualität.
- 1989 Schaffung von Ségla, dem Zweitwein des Châteaus, aus jungen Reben und peripheren Parzellen. Ein Einstieg in die Welt von Rauzan-Ségla.
- 1994 Erwerb durch die Maison Chanel. Start eines ehrgeizigen Programms: Umstrukturierung des Weinbergs, Renovierung der Keller, Parzellenauswahl.
- 2008 Kauf eines Familienguts in Arsac, das den Weinberg auf rund 70 Hektar bringt. Erweiterung und Diversifizierung des Terroirs.
- 2014 Nicolas Audebert übernimmt die Leitung. Beschleunigung des qualitativen und ökologischen Ansatzes: konische Behälter, Biodynamie auf Testparzellen.
- 2016 Parker vergibt 97 Pkt., Galloni 97+ Pkt. — einer der grössten Rauzan-Ségla aller Zeiten. Ein Legendenjahrgang für die Appellation Margaux.
- 2020 HVE-Zertifizierung (Haute Valeur Environnementale). Übergang zu biologischem und biodynamischem Anbau auf allen Parzellen.
- 2024 Vollständige BIO-Zertifizierung des gesamten Weinguts — ein wichtiger Meilenstein im ökologischen Engagement des Châteaus.

