Weine aus Frankreich

Sowohl bezüglich Qualität als auch bezüglich Quantität ist Frankreich das bedeutendste Weinbaugebiet der Welt. Frankreich produziert jährlich rund 45 Millionen Hektoliter Wein und liegt damit noch vor Spanien welches bezüglich Weinbaufläche vor Frankreich liegt. Aber auch kulturell gesehen ist Frankreich und Wein nicht trennbar.

Die Geschichte des Weinbaus in Frankreich begann ca. 600 vor Christus als griechische Einwanderer in der Nähe von Marseille erste Weinberge gepflanzt haben. Während der Besetzung Galliens haben die Römer den Weinbau weiterentwickelt, dies beweisen antike Amphoren welche man bei Grabungen gefunden hat. Die ersten, qualitativ hochwertigen Weine entstanden geografisch gesehen im Rhône-Tal. Erst dreihundert Jahre nach Christus kam die Rebe in die Region von Bordeaux sowie ins Burgund. Es waren die Mönche, welche im Mittelalter Reblagen rund um ihre Klöster kultivierten und Wein zum wichtigsten Exportprodukt Frankreichs machten. Ungefähr zur selben Zeit fanden die Briten, welche seinerzeit Bordeaux regierten, gefallen am Claret. Dies zog einen starken Zuwachs an exportierten Weinmengen aus Bordeaux mit sich. Für die ersten Exporte von Burgunder-Weinen waren dagegen die Niederländer und Belgier verantwortlich, da seinerzeit Flandern und Holland über das Herzogtum Burgund regierten.

Während der Französischen Revolution im Jahre 1789 wurden die wohlhabenden Schloss-Besitzer im Bordelais enteignet und die noblen Schlösser weiterverkauft. Die stets besser werdenden Transportwege förderten in den beiden anschliessenden Jahrhunderten das Export-Wachstum französischer Weine weiter. Die Reblaus, welche am Schluss des neunzehnten Jahrhunderts wütete, und andere Reb-Krankheiten wie beispielsweise der Mehltau bremsten den Weinbau in Frankreich signifikant.

Frankreich war auch bezüglich kontrollierter Herkunftsbezeichnungen ein Pionierland. Im zwanzigsten Jahrhundert schuf es nämlich das System der AOC (Appellation d'Origine Contrôlée) welches die bessere Rückverfolgbarkeit einzelner Weinqualitäten mit klarem Fokus auf den regionalen Bezug zum Ziel hatte. Frankreich’s AOC System verfügt noch heute über die wohl strengsten Regeln für den Weinbau, die neben der Herkunft auch die Erntemenge, Lesezeitpunkt oder erlaubte Sorten enthält.

Die einleitend erwähnte Region Bordeaux, Wiege der 1855 klassifizierten Gewächse, ist bekannt für seine roten Assemblagen aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot sowie die Weiss- und Süssweine aus Sauvignon Blanc, Semillon und Muscadelle). Das Rhône-Tal teilt sich in zwei Subregionen wobei im Norden die wichtigen Syrah-Appellationen Cornas, Hermitage, St-Joseph und Côte Rôtie liegen, währende im südlichen Rhône-Tal oft die Grenache-Traube die Assemblagen dominiert. Im Burgund wiederum sind es Pinot Noir (für Rotwein) sowie Chardonnay (für Weisswein) welche den Ton angeben. Diese beiden Sorten ergeben auf einem durch Zisterzienser-Mönche entwickelten Mosaik von Terroirs faszinierende Weine. Die Champagne wiederum ist bekannt für Schaumwein, welche aus Pinot Noir, Chardonnay oder Pinot Meunier gekeltert werde. Cabernet Franc (rot) resp. Sauvignon Blanc und Chenin Blanc sind die Leitsorten im Loire-Tal. Weiter sind das aktuell sehr dynamische Languedoc-Roussillon, sowie die beiden nahe an der Schweiz gelegenen Gebiete Elsass und Jura äusserst spannende Weinregionen.

 

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