Weine aus Ville de Lausanne

Rund 250.000 Flaschen Wein produziert die Stadt Lausanne jährlich. Die Trauben wachsen auf 33 Hektar, verteilt über fünf Weingüter in den Regionen La Côte, Lavaux und Dézaley. Die Stadt kann stolz sein auf ihre Betriebe, denn diese sind das Ergebnis einer jahrhundertelangen Arbeit und einer entsprechend langen Weinbau-Tradition. Die seit einigen Jahren eingeleitete Modernisierung, mit einem neuen Management sowie verstärkten Marketing- und Verkaufsanstrengungen, hat den Auftritt der Weine sichtlich verjüngt. Heute produzieren die historischen Güter mit viel Enthusiasmus Weine von herausragender Qualität.

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Die Region Lavaux ist besonders durch ihren klösterlichen Ursprung im 12. Jahrhundert bekannt. Seinerzeit liessen sich die Zisterziensermönche an den steilen und felsigen Hängen nieder und verwandelten die Landschaft durch Mauerbauten in ein malerisches Gesamtwerk. Die Weinberge der Lavaux, welche organisch den Himmel mit dem Genfersee verbinden und dabei eine schon fast magische Schönheit ausstrahlen, wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Seit 1803 gehören die Weingüter zur Stadt Lausanne und sind heute fixer Bestandteil ihrer Kultur. Zur Tradition gehört es, dass die Weine jeweils am zweiten Samstag im Dezember im Rahmen einer öffentlichen Versteigerung verkauft werden.

Seit dem Jahrgang 2014 wurden grosse Veränderungen in der Bewirtschaftung der einzelnen Parzellen vorgenommen: Biodynamik steht neu auf der Agenda. Eines der fünf Güter, das Château Rochefort in Allaman, arbeitet seit 2009 nach biodynamischen Richtlinien; bis 2020 werden auch die anderen vier Weingüter auf Biodynamik umstellen. Dabei steht ein konsequenter Verzicht auf synthetische Produkte im Fokus. Verwendet werden ausschliesslich pflanzliche Hilfsmittel wie Pflanzenextrakte und Kräutertees. Ebenso nehmen Nutz-Pflanzen in den Weinbergen eine wichtige Rolle ein. Im vollen Einklang mit den Rhythmen des Mondes und abhängig von den Konstellationen der Sterne lebt man in der Biodynamik die Ideen von Rudolf Steiner.

Die andere grosse Veränderung war die Entscheidung der Gemeinde Lausanne, die Prozesse aller Weingüter verstärkt zu kontrollieren und vermehrt Synergien zu nutzen. Seit kurzem werden alle 250.000 Flaschen auf dem Weingut «l’Abbaye de Mont» (bei Rolle) abgefüllt. Der stolze Kaufpreis einer grossen, sehr modernen Abfüllanlage ist heute bereits amortisiert. Schliesslich gibt es nicht mehr fünf verschiedene Winzer, sondern zwei leitende Köpfe, welche für die Kultivierung aller Rebanlagen verantwortlich sind. Luc Dubouloz, ehemaliger Leiter der Domaine de Burignon, verantwortet neu die drei Güter in der Lavaux, Enrico Antonioli leitet die beiden anderen Güter an der La Côte. Die Weine der Stadt Lausanne sind aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Standorte zweifellos eine eindrückliche Symbiose von Mensch und Natur. Sie verbinden Tradition mit Moderne und Natürlichkeit mit Technologie.