Weine aus Schweiz

Schweizer Weine entstehen in einer alpinen Region (60% der Schweizer Fläche sind alpin), wo die Reben oft an hohen (bis 1'100 Meter über Meer im Wallis), steilen und entsprechend schwierig zu bewirtschaftenden Lagen gedeihen. Im Winter schneebedeckt und übers Jahr betrachtet mit relativ niedrigen Durchschnittstemperaturen sind die Schweizer Böden einzigartig für den Weinbau. Über Generationen wurden die Weinbautechniken von den Vätern an die Söhne weitergegeben.

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Im Jahr 1141 wurden die Hänge entlang des Genfersees den Zisterzienser-Mönchen übergeben, welche in knapp 400 Jahren den Rebbau in dieser Region perfektionierten, Terassen anlegten und im grossen Stil Reben anpflanzten. Durch die Übernahme der Berner im Jahr 1536 wurde das Gebiet in Dézaley d’Oron umbenannt und dieser Name schmückt noch heute ein mittlerweile privates Gut im Herzen des Lavaux. Aus den terrassierten Parzellen um Dézaley stammen mitunter die hochwertigsten Weissweine dieser Region.

Schweizer Wein: Ausdruck eines fantastischen Terroirs.

Die Schweiz besitzt heute eine reichhaltige Varietät an autochthonen und internationalen Rebsorten: Im ganzen Land werden über 200 verschiedene Sorten auf knapp 15‘ooo Hektar angebaut. Wein wird beidseits der Alpen angebaut, und dies oftmals an steilen Hängen und in beachtlichen Höhen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der höchste Weinberg nördlich der Alpen im Wallis befindet, genauer gesagt in Visperterminen. Generell konzentriert sich der Schweizer Rebbau entlang der beiden Flüsse Rhein und Rhone, aber auch an den zahlreichen Seeufern.

Das Verhältnis von roten und weissen Rebsorten ist ziemlich ausgewogen. Bei den roten Trauben nimmt der Pinot Noir mit 58% eine deutliche Vormachtsstellung ein, gefolgt von Gamay und Merlot. Im warmen Wallis gedeihen ausserdem die internationale Sorte Syrah sowie die autochthone Sorte Cornalin besonders gut. Im Tessin werden fast ausschliesslich Merlot-Trauben bewirtschaftet und grossmehrheitlich zu Rotwein verarbeitet. Das Mittelland und die Ostschweiz sind stark vom Pinot Noir geprägt. In den Kantonen Aargau, Thurgau, Schaffhausen und Zürich sowie in der Bündner Herrschaft werden exzellente Rotweine gekeltert.

Unter den Weissweinen ist der Chasselas die meistangebaute Traubensorte. Im benachbarten Ausland ist die Sorte unter dem Namen Gutedel bekannt. Die Traube bringt auf guten Böden finessenreiche, mineralische und säurearme Weine mit einem erstaunlichen Lagerpotenzial hervor. An den sonnenverwöhnten Hängen des Genfersees sind über 60% der Gesamtfläche mit dieser Traubensorte bepflanzt.

In der Deutschschweiz dominiert die Züchtung Müller-Thurgau (auch Rivaner oder Riesling x Sylvaner genannt), welche um 1900 durch den Forscher Hermann Müller entwickelt wurde. Der Müller-Thurgau ist ein frischer, feinfruchtiger Wein, der sich hervorragend als Speisebegleiter und Apérowein eignet.

Seit der Einführung des neuen Weingesetztes im Jahr 2006, welches unter Anderem das Verschneiden mit ausländischem Wein verbietet, steigt die Qualität der heimischen Weine konstant an. Kontrollierte Appellationen mit strengen Qualitätsvorgaben wurden geschaffen, wobei das Wallis 1990 eine Vorreiterrolle einnahm und als erster Kanton ein eigenes Qualitätssytem einführte. Die Bestrebungen zu höchster Qualität im Weinbau und der Weinbereitung halten bis dato an. Im Jahr 2016 zum Beispiel rief der Branchenverband der Bündner Winzer die Initiative Biovision 2020 ins Leben, welche vorsieht, den Bestand biologisch bewirtschafteter Flächen auf 60% zu steigern.