Kurzes Video mit Philippe Blanc von Château Beychevelle (gefilmt während der Gazzar-Degustation in Lausanne).
Das Château Beychevelle wurde 1565 von Bischof François de Foix-Candale erbaut und geniesst bis heute einen angesehenen Ruf. Die Geschichte des Gutes basiert hauptsächlich auf einer Legende. Es wird vermutet, dass der Name «Beychevelle» aus der Zeit stammt, als der erste Herzog von Epernon, Jean-Louis Nogaret von Valetta das Gut bewohnte und die Boote, welche auf der Gironde segelten, zu seinen Ehren ihre Segel senkten. «Segel senken» heisst in gaskognischer Sprache «Bêcha vêla», in französischer Sprache «Baisse voile» und daraus leitete sich der Name «Beychevelle» ab. Das Schiff mit dem Greifvogelkopf und den gesenkten Segeln ziert heute noch das Etikett von Beychevelle. Eine weitere Legende besagt, dass der zweite Herzog von Epernon, welcher Besitzer von Beychevelle wurde, die bekannte Schauspiel-Truppe von Jean-Baptiste Poquelin (alias Molière) auf seinem Gut beherbergte.
Fest steht, dass Marquis Etienne-François de Brassier im Jahr 1757 direkt neben Château einen Hafen baute, damit er seine Weine direkt nach England exportieren konnte. Im Jahr 1825 übernahm der Weinhändler Pierre-François Guestier, damals Bürgermeister von Saint-Julien, das Château Beychevelle und führte es bei der Klassifizierung von 1855 zum 4eme Grand Cru Classé. Am Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie Achille-Fould das Anwesen und leitete dieses bis 1989.
Auch die Frauen der verschiedenen Besitzer und mit ihnen den Hang zu Kunst und Kultur spielten eine wichtige Rolle auf Beychevelle. So Madame Guestier oder Madame Heine, welche sich für die herrliche Gartenanlage verantwortlich zeichnet, die dem Château seinen Übernamen «Versailles des Médoc» verliehen.
Heute führt der Agronom Philippe Blanc die Produktion von Château Beychevelle, welches aktuell dem japanischen Getränkekonzern Suntory sowie der französischen Firma Grands Millésimes gehört. Im März 2017 wurde ein neuer, vom bekannten Architekten Arnaud Boulain gestalteter Barrique-Keller eingeweiht, dessen Architekturelemente wieder an die Legende der gesenkten Segel erinnern. Noch immer engagiert sich Beychevelle als Mäzen für Kunst, so zum Beispiel mit einem Festival für Schriftsteller und einer eigenen Stiftung für zeitgenössische Kunst.
Von den rund 250 Hektar Land sind 90 Hektar mit Reben bestockt. Diese wurzeln hier hauptsächlich auf kiesigen Böden mit hohem Anteil Schwemmland und Lehm. Dabei ist die Drainage besonders gut, was im regenreichen Saint-Julien von Vorteil ist. Die Weinberge, welche mit einer hohen Dichte von 10‘000 Reben pro Hektar bestockt sind, bestehen zu 60% aus Cabernet Sauvignon. Die übrige Rebfläche ist mit Merlot, etwas Cabernet Franc und Petit Verdot beplanzt. Die Traubenernte wird manuell durchgeführt und die Reifung erfolgt während 18 Monate in Barriques mit 50% Neuholzanteil.
Die Jahresproduktion von Château Beychevelle liegt bei etwa 300‘000 Flaschen. Die Weine sind in ihrer Jugend kernig und benötigen deshalb einige Jahre Flaschenreife um ihr volles Potential zu entfalten. In der Nase zeigen sich nebst blumigen Noten besonders Aromen von Sauerkirschen, Cassis, Tabak und Rauch. Am Gaumen ist Beychevelle kräftig und dicht, die Tannine sind elegant und schmeicheln und stützen die dichte und würzige Frucht. Beychevelle ist ein idealer Begleiter zu geschmortem Rindfleisch, einem einfachen Steak oder einem Gericht mit schwarzem Trüffel.
- Bewertung
- Yves Beck : 96-97/100 Revue Vinum : 94-96/100
- Rebsorte(n)
- 51% Cabernet Sauvignon, 45% Merlot, 4% Petit Verdot
- Alkohol
- 13°
- Herkunft
- Frankreich - Bordeaux
- Typ
- Rotwein
- Produzent
- Château Beychevelle
- Trinkreife
- 2030-2050
- Verpackung
- 6er-Holzkiste
- Flaschengrösse
- Magnums (M)
- Klassifikation
- 4ème grand cru classé
Kundenmeinungen
- Review by vvWine
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Château Beychevelle - 2025Rating
Subtil reduktiv, reife, dunkle Frucht, Grafit, florale Noten, Blutorange; am Gaumen saftig und gut strukturiert, top Säure, viel Würze, die Tannine machen sich erst ganz hinten im Gaumen bemerkbar, tragen den Wein in ein langes Finale. Ein klassischer Beychevelle, der diesen warmen und doch frischen Jahrgang wunderbar spiegelt. (Trinken von 2032 bis 2065)
94-96/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2025Rating
Die Noten von frischem Holz bilden eine solide Basis für das Bouquet von Beychevelle, das seine Vielfalt durch Aromen von schwarzen Beeren, Lakritz, Graphit, Minze und sogar blumigen Noten zur Geltung bringt. Der Wein ist zunächst cremig im Auftakt und wird dann von kräftigen und präzisen Tanninen getragen. Diese sind vollmundig, elegant, perfekt eingebunden und sorgen neben der Kraft auch für die Ausdauer.
96-97/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2025Rating
Les nuances de bois frais fournissent une base solide au bouquet de Beychevelle qui met en valeur sa pluralité au travers de parfums de baies noires, de réglisse, de graphite, de menthe et même d'effluves floraux. Onctueux en attaque, le vin est mené par des tannins puissants et précis. Ils sont charnus, élégants, parfaitement intégrés et assurent la tenue, en plus de la vigueur. L'expression fruitée gagne en dynamique le long du palais. Elle est cautionnée par de fins amers qui dynamisent la fin de bouche et étirent la finale.
96-97/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2024Rating
Nuances de baies noires, de réglisse et de graphite dans le bouquet de Beychevelle qui affiche également des notes florales. Frais, dense et légèrement suave en attaque, le vin est porté par des tannins aux grains fins parfaitement intégrés. Ils assurent sa vigueur communément avec l'acidité qui souligne le côté rafraîchissant ainsi que la persistance de la finale.
94-95/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2024Rating
Das Bouquet von Beychevelle zeigt Noten von schwarzen Beeren, Süßholz und Graphit gefolgt von blumigen Anklängen. Der Wein ist frisch, dicht, etwas lieblich im Auftakt und wird von feinkörnigen, bestens eingebundenen Tanninen gestützt. Diese sorgen für Kraft und Länge, gemeinsam mit einer erfrischenden Säure.
94-95/100 - Review by Adrian van Velsen
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Château Beychevelle - 2024Rating
Dunkles Rubinrot; expressiver Duft, strahlende Brombeerfrucht, Cassisnoten, kalter Kamin; rund und weich im Auftakt, sensationell feine Gerbstoffe, druckvoll, jedoch nicht schwerfällig, viel Präzision, sehr gute, aromatische Länge. Hervorragend in diesem Jahr.
93-95/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2023Rating
La symbiose entre fruits, nuances florales, épices et élevage est parfaite ! Le bouquet annonce de la générosité et de la sapidité. L'attaque, dense, ouvre la voie à un vin ample, mais également vif. Les tannins sont charnus ainsi que suaves et créent le lien avec le côté aiguisé de l'acidité, structurante de surcroît. Seule la finale doit encore gagner en expression aromatique ; l'élevage saura régler cela. Un vin imposant et gourmand… un caractériel en résumé !
94-95/100 - Review by Yves Beck
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Château Beychevelle - 2023Rating
Die Symbiose aus Frucht, blumigen Noten, Gewürzen und Reifung ist perfekt! Das Bouquet kündigt Üppigkeit und Genuss an. Der Auftakt ist dicht und ebnet den Weg für einen vollmundigen, aber auch lebhaften Wein. Die Tannine wirken fleischig, etwas süßlich, und schaffen eine Verbindung zu der messerscharfen Seite der Säure, die zudem strukturierend wirkt. Ein imposanter und köstlicher Wein… ein Charakterwein, kurz gesagt!
94-95/100 - Review by Adrian van Velsen
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Château Beychevelle - 2023Rating
Offenherzig, reiffruchtig, expressiv, viel dunkle Frucht, Tiefe; der Gaumen beeindruckt, seidige Tannine, knackige Frucht, salin, lang, feinwürzig. Ausgezeichnet dieses Jahr. (En Primeur Tasting April 2024)
93-95/100

