Verfügbar im Juni 2025.
Der Turm, wie er heute auf dem Etikett von Château Latour erscheint, wurde 1331 während des Hundertjährigen Krieges von Gaucelme de Castillon errichtet und als «Tour de Saint-Maubert» bezeichnet. Etwa drei Jahrhunderte später gelangte das Anwesen, das bereits als eines der Besten im Médoc bekannt war, in den Besitz des Marquis Nicolas-Alexandre de Calon-Ségur, welcher es bei englischen Adeligen bekannt machte. Diese kauften Latour – das Château hatte inzwischen den Rang eines Premier Grand Cru Classé erhalten – rund zwei Jahrhunderte später. Im Jahr 1993 wurde es vom französischen Unternehmen Artemis respektive seinem Hauptaktionär François Pinault übernommen. Zum Zeitpunkt der Übernahme befand sich die Weinregion Bordeaux gerade in einer Krise. Aus heutiger Sicht machte der Unternehmer mit diesem Kauf wohl DAS Jahrhundertgeschäft, denn der Wert von Château Latour, als führendes Weingut unter den Premier Crus, dürfte sich seither etwa um den Faktor Acht gesteigert haben. In den letzten zwanzig Jahren wurden dank des Direktors Frédéric Engerer keine qualitativen Konzessionen mehr gemacht. Die Kellereien und sämtliche Anlagen wurden komplett renoviert und der Grand Vin wird seither nur noch aus rigoros ausselektionierten Trauben gekeltert, die allesamt im historischen, rund 47 Hektar grossen Weinberg rund ums Château gedeihen. Der Erfolg spricht Bände. Seit 2012 ist der Wein von Château Latour nicht mehr «en Primeur» erhältlich, sondern wird erst dann ausgeliefert, wenn die technische Leitung den Jahrgang als «reif» eingestuft hat. Dies führt zu einer zusätzlichen Verknappung. Die 2009 auf rund zwanzig Hektar eingeleitete, biologische Bewirtschaftung resultierte im Jahr 2018 in einer Gesamtzertifizierung der ganzen 93 Hektar, wovon wiederum die Hälfte bereits auf biodynamisch umgestellt worden ist. Hélène Guénin, die technische Leiterin, wird durch die besten Berater, Vater und Sohn Boissenot, sowie einen burgundischen Spezialisten unterstützt.Château Latour liegt in der Gemeindeappellation Pauillac auf einer leichten Anhöhe, rund fünfzehn Meter über der Gironde. Die Weinberge fallen sanft gegen den Fluss ab, was eine ideale Drainage sowie gut durchlüftete Reben sicherstellt. Innerhalb des Clos, den historischen 47 Hektar von Château Latour, sind einige Reben 100 Jahre alt! Der Boden besteht aus Günzianischem Kies. Typisch für die Appellation Pauillac ist der Rebsortenspiegel, der hauptsächlich aus Cabernet Sauvignon sowie etwas Merlot besteht und durch wenig Cabernet Franc und Petit Verdot ergänzt wird.
Seit der Umstellung auf ökologischen Landbau werden auf Château Latour neue Pflanzenschutz-Praktiken umgesetzt. So zum Beispiel das Verwirrungsverfahren, eine Methode zur Bekämpfung von schädlichen Insekten, ohne dabei die Nützlinge zu gefährden. Gepflügt wird mit dem Pferd und man setzt auf Gründüngung. Der Einsatz von Schwefel und Kupfer zur Pilzbekämpfung wird minimiert. Der Wein wird in Bottichen vergoren und danach während rund 18 Monaten in neuen Holzfässern aus französischer Allier- und Nièvre-Eiche ausgebaut.
Die Farbe eines Château Latour ist ein brillantes, tiefdunkles Granatrot mit fliederfarbenen Reflexen. In der Nase zuerst sehr lebendig, intensiv, frisch und fruchtbetont, gesellen sich mit etwas Luft Noten von Leder, Tabak, Holunderblüten, Heidelbeeren sowie schwarzen Johannisbeeren dazu.
Am Gaumen ist der Wein kräftig, vollmundig, zugänglich und äusserst harmonisch, mit seidenweichen Tanninen und einem ausgesprochen langen Finale. Lässt man einen Château Latour länger reifen (eine Reifezeit von bis zu 65 Jahren (!) ist bei diesem Wein möglich) zeigt er oft auch Noten von Gewürzen, Havanna-Zigarre, kandierten Früchten, Pflaumen und sogar exotischen Früchten. Kulinarisch passt er ideal zu Lamm, einer Taube, zur Entenbrust oder sogar zu Himbeer Mille-Feuille als Dessert.
Heute steht Château Latour zweifelsohne an der Spitze der Qualitäts-Pyramide von Bordeaux. Das Gut hat während den letzten zwei Jahrzehnten mit beispielloser Regelmässigkeit aufgezeigt, dass es nicht nur in grossen, sondern auch in kleineren Jahrgängen fähig ist, rassige, komplexe und qualitativ makellose Weine zu produzieren. Latour ist quasi die Quintessenz des französischen Savoir-vivre und Savoir-faire.
- Bewertung
- Vinous : 100/100 Dunnuck : 100/100 ex-Château release 2025
- Rebsorte(n)
- 84.5% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 0.5% Petit Verdot
- Alkohol
- 13.5°
- Herkunft
- Frankreich - Bordeaux
- Typ
- Rotwein
- Produzent
- Château Latour
- Trinkreife
- 2026-2052
- Verpackung
- 6er-Holzkiste
- Flaschengrösse
- 75 cl
- Klassifikation
- 1er grand cru classé
Kundenmeinungen
- Review by Adrian van Velsen
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Château Latour 2021Rating
Dichtes Rubinrot. Die Nase zeigt ein Mosaik von Aromen, super fein, rote und dunkle Beeren, feine Teearomen, florale Töne, Veilchen, dahinter steinige Noten, Kräuter, das Holz kaum wahrnehmbar. Im Gaumen gradlinig und hochelegant, feminin im Charakter, mit Massen an fein verwobenen Tanninen, einer knackigen Frucht, herrliche Säure, vibrierend, ein Wein mit ungemein viel Charme, das tänzelt über die Zunge, hat dennoch enorm Druck, eine stählerne Faust im Samthandschuh. Hervorragende Qualität, nahe an der Perfektion. (Verkostet im April 2022. Château Latour) 98-100/100 - Review by Yves Beck
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Château Latour 2005Rating
Dégusté le 19.11.2019 par Yves Beck
87% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, 0.5% Cabernet Franc, 0.5% Petit Verdot
Que de profondeur et densité dans la couleur de ce Latour. Le bouquet, lui, est un peu plus prudent. Il se révèle petit à petit pour finalement bien marquer le pas après environ 1,5h de carafage. Il révèle alors de classiques notes de cassis et de cèdre mais également de poivre et de feuilles de tabac. En bouche, Latour nous rappelle qu’il est fait pour aller dans le temps et traverser des décennies. Quelle densité et quelle puissance. Les tannins sont brillants, parfaitement intégrés et d’une finesse époustouflante, ce qui rend le paradoxe de ce vin encore plus fascinant : la finesse et l’élégance de sa puissance tannique. Nous avons à faire ici à un des Latour le plus susceptible de rejoindre le « Hall of Fame » des plus grands Latour de l’histoire… avec 1959, 1961, 1982 ou 1996. Parmi les grands Bordeaux du millésime 2005, Latour est étonnamment un de ceux que l’on peut déjà commencer d’approcher… et c’est certainement un de ceux avec le plus grand potentiel de garde. 2020-2055. 100/100
www.yvesbeck.wine - Review by Yves Beck
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Château Latour 2005Rating
Verkostet am 19.11.2019 von Yves Beck
87% Cabernet Sauvignon, 12% Merlot, 0.5% Cabernet Franc, 0.5% Petit Verdot
Welche Tiefe und Dichte in der Farbe dieses Latour. Das Bouquet hingegen ist etwas zurückhaltender. Nach und nach offenbart es sich, um nach etwa 1,5 Stunden in der Karaffe ein klares Zeichen zu setzen. Klassische Noten von schwarzen Johannisbeeren und Zedernholz sowie Pfeffer und Tabakblätter. Am Gaumen erinnert uns Latour daran, dass er dazu neigt Jahrzehnte zu überdauern. Welche Dichte und Kraft. Die Tannine sind brillant, perfekt eingebunden und von atemberaubender Finesse, was das Paradoxon dieses Weins noch faszinierender stimmt: die Finesse und Eleganz seiner kräftigen Tannine. Hier hat man es mit einem Kandidat der in die "Hall of Fame" der größten Latour aufgenommen werden könnte... mit 1959, 1961, 1982 oder 1996. Unter den großen Bordeaux-Weinen des Jahrgangs 2005 ist der Latour überraschenderweise einer derjenigen, die man bereits geniessen kann... und er ist gleichzeitig einer der 2005er mit dem größten Reifepotenzial. Jetzt - 2055. 100/100 - Review by Yves Beck
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Château Latour 2011Rating
Verkostet am 20.03.2019 von Yves Beck
84.5% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 0.5% Petit Verdot
Der Jahrgang 2011 war ein Jahr der Gegensätze; so betrug beispielsweise von Januar bis Ende Mai 2011 das monatliche Niederschlagsdefizit 55%. Am 26. und 27. Juni überschritt die Temperatur 40 Grad! Der Monat August war hinsichtlich der Niederschläge überdurchschnittlich regenreich. Am 20. und 21. August schließlich stieg die Temperatur wieder auf 40 Grad. Die Ernte erfolgte zwischen dem 12. und 26. September.
Das war mir bereits während der "Primeurs" Verkostung aufgefallen: Latour 2011 hat Muskeln (und Fleisch), die ihm Kraft und ein betontes Temperament verleihen. Die Tannine schafften es aber der Struktur Paroli zu bieten, und so hat Latour 2011 an Balance gewonnen. Man kann anfangen ihn zu genießen, aber ich empfehle den Wein mindestens 1,5 bis 2 Stunden in einer Karaffe "atmen" zu lassen.
© www.yvesbeck.wine - Review by Yves Beck
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Ch. Latour 2011:Rating
Ce Latour est une force tranquille! Le nez se révèle doucement et laisse apparaître des fruits rouges! On retrouve des représentants assez typique avec, par exemple, des notes de cacao, cèdre, cassis et mûre. En bouche on se trouve "face" à un vin qui a une attaque subtile, élégante. Le vin a du corps et un côté légèrement gras. Sa structure tannique arrive bien à concilier puissance et finesse. La puissance est nécessaire pour se marier avec la structure, qui, l'air de rien, est bien là! Elle fournit l'arrière-plan nécessaire et sera certainement prête pour soutenir le fruit en finale. Un vin qui va bien évoluer et qui sera certainement déjà appréciable dès 8-10 ans mais il a aussi du coffre pour 25 ans ou plus... 2018-2035. 95-97/100 - Review by Yves Beck
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Ch. Latour 2011:Rating
Eine stille Kraft. Mit diesem Satz wäre es eigentlich getan... aber wir wollen ja ein wenig mehr wissen; die Nase zeigt verschiedene Aromen, nach und nach. Noten wie Kakao, Zeder, Cassis und Brombeere. Im Gaumen zeigt sich der Wein mit einem eleganten und subtilen Auftakt. Der Körper ist breit, leicht cremig und die Tannine können Kraft und Finesse bestens vereinen. Diese Kraft ist auch notwendig um mit der sehr gut vertretenen Struktur umgehen zu können. Langer und fruchtiger Nachklang. Geduld ist notwendig, denn dieser Latour braucht Zeit; Vielleicht kann man ihn schon mal in einigen Jahren (8-10) verkosten.... aber Stoff hat er für 25 oder mehr! 2018-2045. 95-97/100 - Review by Yves
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Château Latour 2011Rating
Dégusté le 20 mars 2019 par Yves Beck
84.5% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 0.5% Petit Verdot
Le millésime 2011 a été marqué par certaines extrêmes ; par exemple de janvier à fin mai 2011 le déficit des précipitations mensuelles était de 55%. Les 26 et 27 juin la température dépassa les 40 degrés ! Le moi d’août était, lui, supérieure à la moyenne au niveau de la pluviométrie. Finalement les 20 et 21 août la température montait à nouveau à 40 degrés. Les vendanges se sont réparties entre le 12 et le 26 septembre.
Cela m'avait déjà frappé durant les primeurs : Latour 2011 au du muscle (et de la chair) ce qui lui donne une puissance et une race bien soulignée. Les tannins ont réussi à trouver la parade pour s'accommoder de la race de la structure et ainsi Latour 2011 a gagné en équilibre. On peut commencer de le savourer, mais je recommande au moins 2h de passage en carafe. Maintenant - 2045. 96/100
www.yvesbeck.wine

