Die "Réserve des deux Frères" ist nach den beiden Brüdern Jean-Pierre und Thierry Usseglio benannt, welche die Domaine Pierre Usseglio im Châteauneuf-du-Pape heute leiten. Dieser Wein wurde im Jahr 2000 erstmals kreiert und ist eine äusserst feine Selektion aus 70% Grenache und 30% Syrah, wobei die Reben auf steinig-sandigen Böden gedeihen.
Der Wein wird zu 25% im sogenannten "Demi-Muid" (600 Liter), zu 25% in Betontanks und zu 50% in herkömmlichen 225-Liter-Barriques ausgebaut. Die "Réserve des deux Frères" ist ein äusserst kräftiger und konzentrierter Wein. Er zeigt Aromen von Cassis, Brombeeren und Gewürzen. Es ist ein eher moderner Châteauneuf-du-Pape, welchem mehrere Jahre Kelleruhe gut tun werden, um seinen Höhepunkt zu erreichen.
Ein kurzes Video-Interview mit Jean-Pierre Usseglio, der Repräsentant der Domaine Pierre Usseglio , welches im Rahmen der Gazzar-Degustation in Lausanne aufgenommen worden ist.
Francis Usseglio, Winzer im Châteauneuf-du-Pape, kam 1931 aus Italien nach Frankreich und bewirtschaftete ab dem Jahr 1948 acht Hektar gepachtete Rebfläche. Ab 1949 stellte er seinen eigenen Wein her und verkaufte diesen zu Ehren seines Sohnes Pierre unter dem Namen «Domaine Pierre Usseglio». Pierre war es, der seinem Vater bei den Arbeiten in Rebberg und Keller unterstützte und die Domaine über die Jahre flächenmässig vergrösserte. Heute verfügt die Domaine Pierre Usseglio über 39 Hektar Reben, darunter 24 Hektar in der für Rotwein bekannten Appellation Châteauneuf-du-Pape. Geleitet wird das Weingut heute von Francis Enkelkindern Thierry und Jean-Pierre.
Die Geschichte der Châteauneuf-du-Pape-Weine geht zurück ins 14. Jahrhundert, als sich Papst Johannes XXII während den Sommermonaten in der Region Avignon niederliess. Er war es, der die Kultivierung von Wein anstiess und im Laufe der Jahre etablierten sich die noblen Tropfen als «Wein der Päpste».
Die Reben der Domaine Pierre Usseglio sind teilweise über 65 Jahre alt. Entsprechend produzieren sie sehr niedrige Erträge, was der Qualität der Weine zu Gute kommt. Das Terroir ist äusserst vielfältig und besteht aus Kalkstein, Sand, Ton, Sandstein und Kieselsteinen. Die Weinberge sind hauptsächlich mit den Traubensorten Grenache Noir, Mourvèdre, Syrah und ein wenig Cinsault bepflanzt. Geerntet wird von Hand, gefolgt von einer strengen Selektion. Nach der Entrappung wird der Wein während rund 30 Tagen vergoren und anschliessend während 12 Monaten je zur Hälfte in Tanks respektive in Eichenfässern ausgebaut. Die einzelnen Parzellen mit ihren sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten werden separat geerntet und vinifiziert, damit die Trauben optimal ausreifen und ihre volle Aromatik entwickeln können.
Der Wein der Domaine Pierre Usseglio präsentiert sich im Glas mit intensivem Rubin. In der Nase zeigt er Aromen von roten Früchten (Kirschen, Himbeeren) sowie Noten von Gewürzen und Garrigues. Am Gaumen ist er rund und dennoch knackig und elegant mit Aromen von Brombeeren, Lorbeer, Thymian und etwas Rosmarin. Der Wein ist ein idealer Begleiter von Bœuf Bourguignon (geschmortes Rindfleisch), Nieren à la Provençale oder Käse.
Der Lirac ist etwas unkomplizierter, frischer und mit noch deutlicheren Garrique-Noten. Die Cuvée «Mon Aïeul» ist dicht und sehr kraftvoll. Einen Wein der Domaine Pierre Usseglio zu entkorken ist wie eine Reise in den wunderbaren Süden, einen Ausflug an die Sonne, begleitet von Familie oder guten Freunden.
- Bewertung
- Jeb Dunnuck : 97+/100 Parker : 95-97/100
- Rebsorte(n)
- 100% Grenache
- Alkohol
- 15°
- Herkunft
- Frankreich - Rhône
- Typ
- Rotwein
- Produzent
- Domaine Pierre Usseglio
- Trinkreife
- 2023-2049
- Verpackung
- 6er-Karton
- Flaschengrösse
- 75 cl
Kundenmeinungen
- Review by Adrian vvWine.ch
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2015, Dom. Pierre Useglio, Chateauneuf-du-Pape Réserve des deux Frères, Rhone (Grenache, Syrah): Mittleres Rubin, aufgehellter Rand. Offene, deutlich vom Barrique geprägte Nase, dunkelfruchtig, tief, rauchig, neben Erdbeeren sind auch dunkle Beeren zu vernehmen, wirkt modern. Sehr kräftiger Gaumen, markante Struktur, Erdbeeren, Pflaumenkompott, das Holz ist auch hier sehr markant, dominiert die an sich schöne Frucht im Moment zu stark, der Wein muss sich noch finden. Im Abgang langanhaltend. Mus reifen, für mich stilistisch etwas zu gemacht. 2017-2034, 18+ vvPunkte (91+/100)Rating

