Roero Arneis liegt im Piemont und ist eine noch recht junge Appellation (DOCG), welche erst seit dem Jahr 2004 existiert.
An den sonnenverwöhnten Hügeln des Roero, am nördlichen Ufer es Tanaro-Flusses im Piemont, gedeiht die Rebsorte Arneis hervorragend. Nachdem die Sorte über mehrere Jahrzehnte fast vollständig von der Bildfläche verschwunden ist, verdankt sie ihre Wiedergeburt einem talentierten piemontesischen Winzer: Bruno Giacosa. Er war es nämlich, der die Arneis-Trauben gegen Ende der 90er Jahre als erster wieder kultivierte und aus den Trauben einen fabelhaften, trockenen Weisswein kelterte. Im Jahr 2004 wurde die Rebsorte Roero Arneis – was im Dialekt «kleine Schwierige» bedeutet – mit dem Gütesiegel einer DOCG ausgezeichnet. Bruno Giacosa, der im Januar 2018 starb, erhielt für seine Leistungen im Jahr 2012 die Ehrendoktorwürde in Gastronomie. Heute ist es seine Tochter Bruna, welche die Zügel in die Hand genommen hat und, mit Unterstützung des Önologen Dante Scaglione, das väterliche Gut weiterführt.
Der Roero Arneis ist eine autochthone piemontesische Rebsorte, die hier auf sandigen, kalksteinreichen Hügeln gedeiht. Der Roero Arneis von Bruno Giacosa wird 4 bis 8 Monate lang im Stahltank ausgebaut und ist der einzige Weisswein des Weingutes.
Es ist ein sehr eleganter, mineralischer und frischer Wein mit einer strohgelben Farbe und grünlichen Reflexen. Die Nase zeigt fruchtige Noten die an Birne und vor allem Pfirsich erinnern, dazu kommen Aromen nach Akazienblüten und Mandeln. Im Mund sehr balanciert und mit einer feinen Säurestruktur ausgestattet endet der Wein im Abgang auf eine dezente Bitternote. Am besten geniesst man diesen Roero Arneis zu frischem Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse-Nudeln oder ganz einfach als Aperitif.