Das weitläufige Gebiet der DOCG Chianti erstreckt sich in den Ausläufern des Apennin Gebirges zwischen den Städten Florenz, Siena und Pisa und ist in sieben Unterbereiche gegliedert.
Die DOGC Chianti Classico ist dabei eine eigenständige Appellation und unterliegt strengeren Regeln, als ein DOCG Chianti. Die Rebflächen des Chianti Classico liegen im Vergleich höher, die Sangiovese-Trauben benötigen so länger bis zur Ausreifung, was zu mehr Aromavielfalt und einer höheren Säure führt. Die Weine der DOCG Chianti Classico müssen vor Ihrer Freigabe zwölf Monate reifen. Das nächst höhere Prädikat, das der DOCG Chianti Classico Riserva, schreibt mindestens 24 Monate Reifezeit vor, davon mindestens drei Monate in der Flasche. Als besonders streng gilt das Prädikat DOCG Chianti Riserva Gran Selezione. Diese Weine müssen von einem einzigen Weingut stammen und sechs Monate länger als ein Chianti Classico Riserva reifen. Die Reifung im Holzfass ist in dieser Appellation nicht geregelt und somit jedem Produzenten selber überlassen. Ein Chianti Classico jeder Prädikatsstufe muss einen Mindestgehalt von 80% Sangiovese aufweisen. Die restlichen 20% können mit diversen Rebsorten ergänzt werden, seien es autochthone oder internationale Sorten.